Nach der Legende war Margaretha die Tochter eines heidnischen Priesters aus Antiochia in Kleinasien, die sich taufen ließ und wegen ihres Glaubensbekenntnisses ins Gefängnis geworfen und hingerichtet wurde. Ihre Verehrung setzte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ein. Als Frauenheiligtum dürfte dieser Kultort jedoch seine Ursprünge weit vor den Anfängen des Christentums haben. Viele weibliche Heilige haben vorchristliche Göttinnen als Vorgängerinnen; in diesem Fall weist ein überliefertes rätoromanisches Margarethenlied, welches Margaretha als Göttin darstellt, die unerkannt unter Menschen weilte,auf diesen Umstand hin. Das gilt auch für jene Darstellungen in der Kunst, welche Margaretha mit einem Drachen – dem sagenhaften Tiersymbol der Göttin Belena – zeigen.
Der Vorplatz der Kirche gibt bei klarem Wetter den Blick frei bis in den Schwarzwald und in die Vogesen. Nach der Überlieferung soll sich hier eine der „drei Schwestern“ niedergelassen haben, die sich als Eremitinnen auf den drei Hügeln rund um Basel morgens mit Glocken und abends mit Lichtern gegenseitig Zeichen gaben.




Zeichenerklärung
Öffnungszeiten :
Aussichtsterrasse immer begehbar, Kirche im Sommer 12.00-17.00 oder nach Vereinbarung, Führungen im Ortsmuseum: +41 (0) 61/425 53 60
Anfahrt :
Zeichenerklärung