Ein Ort voller Legenden ist Thann, die kleine,hübsche Stadt am Eingang des Thurtales. Von weit her sichtbar erinnert der Turm des Theobaldus-Münsters daran, dass Thann einstmals ein berühmter Wallfahrtsort gewesen ist. Das imposante Doppelportal an der Westfassade mit seinem Bilderschmuck aus dem 14. Jahrhundert zeigt in hundertfünfzig Szenen und über fünfhundert Figuren Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament.
Die Gründung der Stadt fällt in das 13. Jahrhundert. Die Überlieferung berichtet von Bischof Theobaldus aus dem italienischen Gubbio, dessen Daumenreliquie im Pilgerstab seines Dieners hierher gelangte und im Wald ein Wunder mit drei Lichtern auf einer Tanne bewirkte. Das gab Anlass zur Errichtung einer Wallfahrtskapelle, aus der die spätere Stadt hervorgegangen sein soll. In einem Relief im Münster ist diese Geschichte dargestellt.
Die Legende steht im Zentrum des „Tanneverbrenne“ (Crémation des trois sapins), des großen Volksfests, das jedes Jahr am 30. Juni mit einer abendlichen Messe, einer Prozession mit Fackeln, dem Verbrennen von drei Tannen vor dem Münster und einem anschließenden Feuerwerk groß gefeiert wird.



Zeichenerklärung
Öffnungszeiten :
täglich 08.00-12.00, 14.00-18.00 (19.00 im Sommer), Eintritt frei, Führungen möglich
Anfahrt :Auto, Fahrrad, zu Fuß

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