Das Herz von Zurzach, der kleinen Ortschaft mit dem bekannten Thermalbad unweit von Koblenz am Rhein, schlägt an einer verborgenen Stelle: in der Gruft der wohltätigen Verena, die in römischer Zeit hierher kam. Nach einer im 9. Jahrhundert festgehaltenen Legende ist sie im Jahre 344 hier verstorben. Ihre Lebensgeschichte ist an den Hochwänden der Stiftskirche auf zwölf von Kaspar Letter gemalten Tafeln dargestellt.
Noch heute finden sich am Sarkophag der Heiligen in der Krypta der Stiftskirche täglich Pilger ein. Es sind nach alter Tradition vor allem Frauen, die hier Beistand suchen.
Auf der Grabplatte von 1613 erkennt man eine junge Frau mit aufgelöstem Haar. In der linken Hand hält sie einen Kamm und in der rechten ein Krüglein – die Instrumente der heiligen Verena zur Pfl ege der Kranken. In einer Wandnische sind ein paar „Schäppeli“, glitzernde Trachtenhäubchen, aufbewahrt. Sie zeugen vom früheren Brauch der jungen Frauen, ihre Häubchen vor der Hochzeit zu der heiligen Verena zu tragen. Durch den Verenakult wurde Zurzach schon im Frühmittelalter ein viel besuchter Wallfahrtsort, dessen Messen und Märkte von großer Bedeutung waren.







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frei begehbar, Führung mit Anmeldung an: Tourismusbüro +41 (0) 56/249 24 00
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